"Habt ihr euer Herz verhärtet? Augen habt ihr und seht nicht? Und Ohren habt ihr und hört nicht? Und erinnert ihr euch nicht...?"
Markus 8,18
Zweimal berichtet Markus uns in seinem Evangelium davon, wie der Herr Jesus großen Volksmengen auf wundersame Weise zu Essen gegeben hat.
Nur wenig später finden wir die Jünger hungrig im Schiff auf dem See, und statt auf ihren Herrn zu vertrauen finden wir sie zweifelnd und mit eigenem Pläneschmieden beschäftigt. Wie kurz ist doch unser Gedächtnis!
Mangel an Glauben, Vergessen oder Geringschätzung der Liebe und Treue des Herrn - wie sieht es damit bei mir aus?
Ununterbrochen erfahren wir seine Liebe- Vergiss nicht Seine Wohltaten! (Psalm 103,2)
benjamindills - 20. Aug, 23:07
Einer frisch Bekehrten fiel auf, dass wir "langjährigen" Christen nach der Verkündigung des Wortes Gottes auf dem Vorplatz des Gemeindehauses stehen und dort der Inhalt unserer Gespräche oft nur "das Irdische" ist: Beruf, Familie, Urlaub, Auto... Diese Dinge haben alle ihren Platz, gewiss. Doch welch ein trostloses Zeugnis, wenn das alles ist, worüber wir uns unterhalten! Haben wir nicht Grund, uns über das zu unterhalten, was wir gerade gehört haben? Denke doch jeder mal für sich darüber nach, was der Inhalt seiner Gespräche ist.
...ist wieder voll im Gange. Denken wir noch daran, was wir am Sonntag bei unseren Zusammenkünften aus Gottes Wort gehört haben - alle, die diese Gelegenheit hatten? Wir beten oft nach einer solchen Zusammenkunft dafür, dass das Wort mit uns geht durch die Woche und es Wirkung zeigt. Und? Wie sieht's aus?
"Das Leben ist eine fortwährende Ablenkung, die nicht einmal zur Besinnung darüber kommen lässt, wovon sie ablenkt", kann man bei Franz Kafka (1883-1924), dem bekannten österreichischen Schriftsteller, nachlesen. Tatsächlich besteht die Gefahr, dass wir uns im Glaubensleben täglich ablenken lassen, statt in Treue dem Herrn Jesus nachzufolgen. Satan will uns stören und von dem Weg hinter dem Herrn Jesus wegbringen. Die Welt hat ausreichend Anziehungspunkte aufzuweisen, mit denen sie uns vom Herrn Jesus entfernt. Und unser Fleisch, die alte Natur, hat auch nichts anderes im Sinn, als uns unglücklich zu machen und zum Sündigen zu bringen.
"Meine Augen sind stets auf den HERRN gerichtet, denn er wird meine Füße herausführen aus dem Netz" (Psalm 25,15).
Manuel Seibel - 18. Aug, 06:08
Heute ist Sonntag, der erste Tag der Woche, der Tag des Herrn. Wird dieser Tag heute für mich wirklich ein Tag des Herrn, ein Tag, der Ihm gehört, an dem ich mich im besonderen Maß mit Ihm und Seinem Werk auf Golgatha beschäftige? Es wäre schön, wenn das Deine und meine Zielsetzung für diesen Tag ist.
Bis heute ist dieser Tag (in der Regel) arbeitsfrei. Wissen wir das noch zu schätzen, dass wir ungehindert die Zusammenkünfte besuchen können und Zeit haben, das Gedächtnismahl einzunehmen? Der Herr hat bis heute nicht zugelassen, dass uns dieser arbeitsfreie Tag genommen wird. Danken wir Ihm dafür!
"und er schrie; und der HERR half ihm," 2. Chronika 18 Vers 31
Vielleicht sind wir manchmal in großer (selbstverschuldeter) Not nur noch zu einem verzweifelten Schrei fähig, aber Gott hört ihn und: ER HILFT.
klaus brinkmann - 16. Aug, 09:14
Im ersten Korintherbrief, Kapitel 15 Verse 3-8 lesen wir ein mächtiges Zeugnis über die Auferstehung des Herrn Jesus:
"Denn ich habe euch vor allem überliefert, was ich auch empfangen habe: daß Christus für unsere Sünden gestorben ist nach den Schriften; und daß er begraben wurde und daß er auferweckt worden ist am dritten Tag nach den Schriften; und daß er Kephas erschienen ist, dann den Zwölfen. Danach erschien er mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten bis jetzt übriggeblieben, einige aber auch entschlafen sind. Danach erschien er Jakobus, dann den Aposteln allen; zuletzt aber von allen, gleichsam der unzeitigen Geburt, erschien er auch mir."
Über 500 Menschen ist der Herr Jesus nach seiner Auferstehung erschienen! Wenn es nur zwei gewesen wären, hätten diese sich irgenwie noch absprechen können, ein falsches Zeugnis abzugeben, aber über 500 Menschen? Dann wäre der Schwindel irgendwann aufgefallen. Nein, hier gibt es keine Zweifel.
Trotzdem bekämpft Satan die Tatsache der Auferstehung wie fast nichts anderes - weil er weiß, dass ohne die Auferstehung das gesamte Christentum in sich zusammenstürzt. Denn ab Vers 13 heißt es weiter:
"Wenn es aber keine Auferstehung der Toten gibt, so ist auch Christus nicht auferweckt; wenn aber Christus nicht auferweckt ist, so ist also auch unsere Predigt inhaltslos, inhaltslos aber auch euer Glaube. Wir werden aber auch als falsche Zeugen Gottes erfunden, weil wir gegen Gott bezeugt haben, daß er Christus auferweckt habe, den er nicht auferweckt hat, wenn wirklich Tote nicht auferweckt werden. Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, so ist auch Christus nicht auferweckt. Wenn aber Christus nicht auferweckt ist, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden."
Erschreckende Schlussfolgerung! Wie einen Triumph ruft Paulus dann aber in Vers 20 aus:
Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt...!
Herrliche Gewissheit und Tatsache!
Henning Brockhaus - 15. Aug, 09:48
Sich bei dem Herrn aufzuhalten und bei ihm zu bleiben, bedeutet, bei der Person zu sein, die dich mit einer Liebe liebt, die allen Verstand übersteigt.
Es bedeutet, bei der Person zu sein, die dir wahre Freude und echten Frieden geben will.
Es bedeutet aber auch, bei der der Person zu sein, die in dieser Welt verachtet ist, es bedeutet, bei ihm außerhalb des Lagers zu sein und seine Schmach zu tragen (Heb 13,13).
Aber ist er es nicht wert?!
Komm und sieh! Sieh, wo er sich aufhält und bleibe bei ihm!
Man ist manchmal überrascht, was kleine Kinder schon vieles aufnehmen, kombinieren und verstehen.
Sie interessieren sich auch und wollen (mehr) wissen...Es scheint, als sögen sie neue Worte, Halbsätze und Erfahrungen täglich wie Muttermilch auf.
Sind wir alles so "wissbegierig", was die Gedanken Gottes betrifft?
Michael Hopp - 12. Aug, 22:49
"Die Dinge sind nie so, wie sie sind. Sie sind immer das, was man aus ihnen macht", sagte Jean Anouilh (1910-1987), ein französischer Dramatiker. Das ist natürlich nur zur Hälfte wahr, weil die Dinge nun einmal so sind, wie sie sind. Aber der wahre Kern an dieser Aussage liegt daran, dass wir uns nie damit entschuldigen können, dass die Situation so schwierig, so komplex, so niederdrückend ist. Die Umstände dürfen unser Leben nicht bestimmen.
Wie waren denn die Umstände für Paulus, als er wegen der Verkündigung des Evangeliums ins Gefängnis geriet? Äußerst bescheiden. Und was hat er daraus gemacht? Einen (inspirierten) Brief nach dem anderen aus dem Gefängnis geschrieben.
Wie war denn die Situation von Philadelphia damals? Auf der einen Seite die großartige Versammlung in Sardes, die einen gewaltigen Ruf hatte ("Du hast den Namen, dass du lebst", Off 3,1), auf der anderen Seite das großartige Laodizea, das außerordentlich viel von sich hielt. Wir können davon ausgehen, dass sie mehr als mitleidig auf Philadelphia geschaut haben - diese Namenlosen, Unbekannten. Vielleicht erging mancher Spott über diese Geschwister. Und was haben sie daraus gemacht? Sie waren treu, so treu, dass der Herr sie an keiner Stelle tadelt.
Machen wir also aus den Situationen, in die wir gestellt sind, das Beste. Für unseren Herrn, für unsere Mitgläubigen, für unsere Mitmenschen. Dann nutzen wir unsere Zeit in der rechten Weise.
Manuel Seibel - 11. Aug, 21:11
"Nicht viel, sondern wahr soll man reden."
Dieses Zitat stand diese Woche auf einem Kalender mit "schlauen" Sprüchen. Dazu eine Erklärung, nicht um den heißen Brei herum zu reden, sondern auf den Punkt zu kommen. Außerdem nur das auszusprechen, zu dem man auch wirklich steht.
Auf EINEN trifft das voll und ganz zu: "Da sprachen sie zu ihm: Wer bist du? Jesus sprach zu ihnen: Durchaus das, was ich auch zu euch rede." Johannes 8,25
Der Herr Jesus hat IMMER die Wahrheit geredet.
Auch wir sind aufgefordert, wahr zu reden: "Deshalb legt die Lüge ab und redet Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten" Epheser 4,24
klaus brinkmann - 9. Aug, 00:01